Gründungsgeschichte

Ein Stück Heimat und seine Jaga | Rückblick 1882 – 2004 | Die Lavanter Alm – ein Fürstengeschenk

Die Lavanter Almhütte ist ein Geschenk des Fürsten von Windisch – Grätz. Die Spuren des bereits um 1220 erwähnten, steirischen Adelsgeschlechtes führen auch in das Lavanter Almtal, wo der Fürst aus jagdlicher Neigung um 1882 eine Hütte bauen ließ. Sie muss sehr wohnlich gewesen sein, denn er pflegte mit seinem Gefolge zu kommen. Für seine Gemahlin ließ er einen Reitweg bis zur Alm anlegen. Die erlauchte Herrschaft bewohnte die „Herrenhütte“, während die Dienerschaft in der alten, abseits stehenden Hirtenhütte einen von Trostlosigkeit gepeinigten Aufenthalt vorfand. In der „Herrenhütte“ fehlte es an nichts, dafür sorgte Elisabeth die Fürstin. Ihr Gemahl war ein erfahrener und leidenschaftlicher Jäger und mit der unwegsamen Örtlichkeit um den Hochstadel vertraut. Das Wildbret versprach ein köstliches Mahl, verfeinert mit Gewürzen und Kräutern, und heiß wie der Bratensaft war auch die Spiellust des intimen Kreises, bepfeffert mit Geld und fanatisch erhitzt, mit weintrunkenem Gelächter, das hinüberdrang zur armseligen Hirtenhütte, zu gierig lauschenden Ohren, zu vorsichtig anschleichenden Blicken, die in erregter Spannung begehrliche Bilder auffangen und verwegene Ahnungen. Ob der Fürst von Windisch – Grätz und seine Begleiter im Jahr des großen Bergsturzes oder schon vorher ein letztes Mal zur Alm kamen, lässt sich nicht sicher ergründen.

Fürst Otto Werian zu Windisch-Grätz mit seiner Gemahlin Elisabeth

Der Bergsturz von der Freiung

Die Eltern haben den heute Dorfältesten in Lavant vom furchtbaren Bergsturz am 10. August 1906 erzählt. Wie schon 25 Jahre zuvor lösten sich aus der Freiung-NW-Wand riesige Gesteinsmengen, die das Lavanter Almtal breit überschütteten. Mit unheimlichem Grollen kündete der Bergsturz an, der das ganze obere Drautal bis zum Schloss Stein, auf 20 km, in eine undurchdringliche Staubwolke hüllte. Das erschrockene Tal lag noch tagelang wie unter einer Mehlschicht begraben.

Zwischen wildem Sender und der mächtigen Hochstadel Nordwand liegt die Lavanter Alm.
Auf diesem Einod erbaute Fürst Otto Weriand zu Windisch-Grätz sein Jagdhaus.

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